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Rechner · Laborwerte

Transferrinsättigung

Die Transferrinsättigung zeigt, welcher Anteil der Eisentransport-Kapazität im Blut belegt ist. Der Rechner ermittelt sie aus Eisen und Transferrin oder TEBK und zeigt, in welchem Bereich das Ergebnis liegt.

Auf dem Befund als „Eisen“ oder „Fe“, meist in µg/dl (zum Beispiel 85), teils in µmol/l (zum Beispiel 15,2). Wählen Sie die Einheit wie auf Ihrem Befund.

Ohne Transferrin oder TEBK lässt sich die Sättigung nicht berechnen.

In µg/dl (zum Beispiel 340) oder µmol/l (zum Beispiel 60). Manchmal als TIBC angegeben.

Meist in mg/dl (zum Beispiel 260) oder g/l (zum Beispiel 2,6).

Die Berechnung läuft in Ihrem Browser: Ihre Eingaben werden nirgendwohin gesendet.

Ergebnis

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So wird gerechnet

Die Transferrinsättigung ist der Anteil des Serumeisens an der totalen Eisenbindungskapazität: TSAT (%) = Eisen ÷ TEBK × 100, beide Werte in µmol/l.

Steht auf dem Befund Transferrin statt TEBK, wird die TEBK nach Gambino (1997) geschätzt: TEBK (µmol/l) = Transferrin (g/l) × 25,1. Das ist eine Näherung: Die vom Labor angegebene Sättigung kann um einige Prozentpunkte abweichen.

Einheiten: µg/dl werden in µmol/l umgerechnet, indem mit 10 multipliziert und durch 55,845 (molare Masse von Eisen) geteilt wird; Transferrin in mg/dl wird durch 100 geteilt, um g/l zu erhalten. TEBK und freie Bindungskapazität (UIBC = TEBK − Eisen) werden in µmol/l angezeigt.

Bereiche: unter 20 % erniedrigt, 20–45 % üblich, ab 45 % erhöht (die Schwelle für eine Abklärung auf Eisenüberladung folgt der EASL-Leitlinie).

Gut zu wissen

Was die Transferrinsättigung zeigt

Transferrin ist das Eiweiß, das Eisen im Blut transportiert. Die Sättigung zeigt, wie voll es beladen ist: Bei Eisenmangel bleiben viele Plätze frei, bei Überschuss sind fast alle besetzt. Wie viel Eisen im Körper gespeichert ist, zeigt sie nicht — dafür gibt es das Ferritin, mit dem sie zusammen beurteilt wird.

Wann der Wert täuschen kann

Das Serumeisen schwankt stark: Morgens ist es höher als abends, nach dem Essen steigt es an, besonders nach Eisentabletten. Deshalb wird meist morgens nüchtern Blut abgenommen, und Eisenpräparate werden nach ärztlicher Absprache vorher pausiert.

Bei Entzündungen und chronischen Erkrankungen sinkt die Sättigung, auch wenn genug Eisen vorhanden ist. Falsch hoch kann sie bei hämolytischer Probe, Lebererkrankungen oder nach Transfusionen sein. Ein einzelner Wert ist keine Diagnose: Bei Abweichungen wird meist nachkontrolliert.

Dieser Rechner ist eine Orientierungshilfe, keine Diagnose. Referenzbereiche unterscheiden sich zwischen Laboren, und das Ergebnis hängt von Ihrer Gesundheit, Medikamenten und weiteren Werten ab. Besprechen Sie es mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Häufige Fragen

Welche Transferrinsättigung ist normal?

Meist 20–45 %. Ihr Labor druckt eventuell einen eigenen Referenzbereich — an diesem orientieren Sie sich zuerst.

Bedeutet eine niedrige Transferrinsättigung Eisenmangelanämie?

Nicht unbedingt. Sie kann auf Eisenmangel hindeuten, beurteilt wird das aber zusammen mit Ferritin, Hämoglobin und Entzündungszeichen. Von Anämie spricht man bei erniedrigtem Hämoglobin — das zeigt das Blutbild.

Was bedeutet eine erhöhte Transferrinsättigung?

Meist eine kürzliche Eiseneinnahme oder Umstände der Blutabnahme. Bestätigt sie sich in einer erneuten Nüchternprobe am Morgen, kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine Eisenüberladung wie die Hämochromatose abklären. Eine solche Diagnose lässt sich nicht aus einer Rechnung stellen.

Wie bereitet man sich auf die Eisenbestimmung vor?

Kommen Sie morgens nüchtern. Wenn Sie Eisenpräparate nehmen, fragen Sie Ihre Praxis oder das Labor, wie lange vorher Sie sie weglassen sollen.

Was ist der Unterschied zwischen TEBK und Transferrin?

Transferrin ist das Transporteiweiß selbst, die TEBK gibt an, wie viel Eisen es binden kann. Das eine lässt sich in das andere umrechnen, deshalb funktioniert der Rechner mit beiden Werten.

Quellen

Formeln und Grenzwerte nach klinischen Leitlinien – Quellen unten.

  1. Gambino R et al. The relation between chemically measured total iron-binding capacity concentrations and immunologically measured transferrin concentrations in human serum. Clin Chem. 1997;43(12):2408–2412.
  2. WHO guideline on use of ferritin concentrations to assess iron status in individuals and populations. Geneva: WHO; 2020.
  3. EASL Clinical Practice Guidelines on haemochromatosis. J Hepatol. 2022;77(2):479–502.

Der ganze Befund – in der App Ponyatno

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