Normal ist ein Nüchternblutzucker unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l) im venösen Plasma. Werte von 100 bis 125 mg/dl (5,6–6,9 mmol/l) heißen abnorme Nüchternglukose und zählen zum Prädiabetes. Ab 126 mg/dl (7,0 mmol/l) in zwei Messungen an verschiedenen Tagen liegt ein Diabetes vor. Ein einzelner Wert reicht für die Diagnose nicht.
| Kategorie | Referenzbereich |
|---|---|
| Normal | unter 100 mg/dl (unter 5,6 mmol/l) |
| Abnorme Nüchternglukose (Prädiabetes) | 100–125 mg/dl (5,6–6,9 mmol/l) |
| Diabetes (bei Bestätigung) | ab 126 mg/dl (ab 7,0 mmol/l) |
| Schwangerschaft, Grenze im Belastungstest | unter 92 mg/dl (5,1 mmol/l) |
Gilt für venöses Plasma nach mindestens 8 Stunden ohne Kalorien. Umrechnung: mg/dl : 18 = mmol/l. Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode: Maßgeblich ist der Referenzbereich auf Ihrem Befund.
„Nüchtern“ heißt: mindestens acht Stunden nichts gegessen und nichts Kalorienhaltiges getrunken. Wasser und ungesüßter Tee sind erlaubt, Kaffee mit Milch oder Zucker nicht. Die Blutabnahme sollte morgens stattfinden; ein später Imbiss nach Mitternacht kann den Wert verfälschen.
Für die Diagnose zählt der im Labor gemessene Wert aus venösem Plasma. Messgeräte für zu Hause messen im Kapillarblut aus der Fingerkuppe und weichen um bis zu 10–15 % ab. Sie eignen sich gut für Verlaufskontrollen, aber nicht für die Diagnose eines Diabetes.
Prädiabetes ist keine Krankheit, sondern eine Vorstufe. Der Körper kann den Blutzucker nicht mehr ganz so gut regulieren, meist weil die Zellen weniger empfindlich auf Insulin reagieren. Neben der abnormen Nüchternglukose zählen dazu ein HbA1c von 5,7 bis 6,4 % und ein grenzwertiger Zuckerbelastungstest (2-Stunden-Wert 140–199 mg/dl).
Die gute Nachricht: Gerade in dieser Phase wirken Veränderungen des Lebensstils besonders gut. Studien zeigen, dass schon eine Gewichtsabnahme von etwa 5 bis 7 % und rund 150 Minuten Bewegung pro Woche das Diabetesrisiko deutlich senken. Ihr persönliches Risiko können Sie mit dem Deutschen Diabetes-Risiko-Test des DIfE abschätzen.
Beide Werte messen Unterschiedliches. Der Nüchternwert ist eine Momentaufnahme am Morgen, das HbA1c der Durchschnitt der letzten acht bis zwölf Wochen, einschließlich der Werte nach dem Essen. Manche Menschen haben morgens noch normale Werte, aber nach Mahlzeiten deutliche Spitzen – das zeigt sich zuerst im HbA1c oder im Belastungstest.
Umgekehrt kann das HbA1c bei Eisenmangel falsch hoch oder nach Blutverlust falsch niedrig ausfallen. Widersprechen sich die Werte, wird meist ein oraler Glukosetoleranztest gemacht.
Einen Nüchternwert ab 100 mg/dl besprechen Sie in der Hausarztpraxis; über 125 mg/dl sollte die Kontrolle zeitnah erfolgen. Sofort ärztliche Hilfe, gegebenenfalls über 112, brauchen Sie bei:
Erstellt auf Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen folgender Organisationen:
Sie müssen die Zahlen nicht selbst deuten: Fotografieren Sie den Befund, und die App erklärt „Nüchternblutzucker“ und alle weiteren Werte in einfacher Sprache — was normal ist und worauf Sie achten sollten.
App StoreGoogle PlayWeb-VersionUnter 100 mg/dl, das entspricht 5,6 mmol/l, gemessen im Labor aus venösem Plasma nach mindestens acht Stunden ohne Essen.
100 mg/dl ist die Grenze zur abnormen Nüchternglukose. Ein einzelner Wert von 100 bis 105 ist oft nicht aussagekräftig und wird wiederholt, idealerweise zusammen mit dem HbA1c.
Er liegt im Bereich der abnormen Nüchternglukose, einer Form des Prädiabetes. Das ist kein Diabetes, aber ein Signal, Risikofaktoren anzugehen und den Wert regelmäßig zu kontrollieren.
Normal ist unter 5,6 mmol/l, Prädiabetes 5,6 bis 6,9 mmol/l, Diabetes ab 7,0 mmol/l. Zum Umrechnen teilen Sie den Wert in mg/dl durch 18.
Am frühen Morgen schüttet der Körper Hormone aus, die den Zucker anheben (Dawn-Phänomen). Auch ein spätes Abendessen oder schlechter Schlaf können den Morgenwert erhöhen.
Dieser Text dient der allgemeinen Information, ist kein ärztlicher Befund und ersetzt keine ärztliche Beratung. Referenzwerte hängen vom Labor und der Methode ab — maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem eigenen Befund. Die abschließende Beurteilung trifft die Ärztin oder der Arzt.