Ein HbA1c von 6,0 % entspricht 42 mmol/mol und liegt im Bereich von 5,7 bis 6,4 %, den die Deutsche Diabetes Gesellschaft als erhöhtes Diabetesrisiko (Prädiabetes) bewertet. Es ist noch kein Diabetes – der beginnt ab 6,5 % (48 mmol/mol). Der Wert ist aber ein klarer Anlass, Risikofaktoren anzugehen und ihn regelmäßig zu kontrollieren.
| Kategorie | Referenzbereich |
|---|---|
| Normal | unter 5,7 % (unter 39 mmol/mol) |
| Erhöhtes Risiko (Prädiabetes) | 5,7–6,4 % (39–47 mmol/mol) |
| Diabetes | ab 6,5 % (ab 48 mmol/mol) |
Umrechnung: mmol/mol = (% − 2,15) × 10,93. Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode: Maßgeblich ist der Referenzbereich auf Ihrem Befund.
Zucker im Blut lagert sich dauerhaft an den roten Blutfarbstoff an. Je höher der Blutzucker in den letzten Wochen war, desto größer ist der „verzuckerte“ Anteil des Hämoglobins. Weil rote Blutkörperchen etwa drei Monate leben, spiegelt das HbA1c den durchschnittlichen Blutzucker der letzten acht bis zwölf Wochen wider – deshalb heißt es auch Langzeitzucker.
Für das HbA1c müssen Sie nicht nüchtern sein. Ein einzelnes Festessen verändert den Wert kaum. Umgekehrt lässt sich ein erhöhter Wert auch nicht durch ein paar Tage strenger Diät vor der Blutabnahme „schönen“ – er zeigt ehrlich die Entwicklung der letzten Monate.
Seit einigen Jahren wird das HbA1c international in mmol/mol angegeben, viele deutsche Befunde nennen beide Einheiten. Die Werte entsprechen sich so:
Innerhalb des Prädiabetes-Bereichs ist das Risiko nicht gleich verteilt: Je näher der Wert an 6,5 % liegt, desto wahrscheinlicher wird in den nächsten Jahren ein Typ-2-Diabetes. Ein HbA1c von 6,0 % entspricht einem durchschnittlichen Blutzucker von etwa 126 mg/dl (7,0 mmol/l) über den ganzen Tag gerechnet.
Die Messung hat eine kleine Schwankungsbreite. Der Unterschied zwischen 5,9 und 6,1 % kann innerhalb der Messgenauigkeit liegen. Deshalb ist der Verlauf über mehrere Messungen aussagekräftiger als die Nachkommastelle.
Das HbA1c hängt an den roten Blutkörperchen. Alles, was deren Lebensdauer oder das Hämoglobin verändert, kann den Wert verschieben:
Ein HbA1c von 6 % ist der richtige Zeitpunkt, um gemeinsam mit der Hausärztin oder dem Hausarzt das Gesamtrisiko anzuschauen: Gewicht und Bauchumfang, Blutdruck, Blutfette, Nierenwerte, Rauchen und Diabetes in der Familie. Oft wird ein Nüchternblutzucker ergänzt; bei widersprüchlichen Ergebnissen ein Zuckerbelastungstest.
Wirksam sind vor allem Maßnahmen, die die Insulinwirkung verbessern: regelmäßige Bewegung, bei Übergewicht eine moderate Gewichtsabnahme, weniger zuckerhaltige Getränke und stark verarbeitete Lebensmittel, mehr Ballaststoffe, Gemüse und Hülsenfrüchte, ausreichend Schlaf und Rauchstopp. Viele gesetzliche Krankenkassen fördern Präventionskurse dazu. Eine Kontrolle des HbA1c erfolgt meist nach einem Jahr, bei Werten nahe 6,4 % auch früher.
Ein HbA1c im Prädiabetes-Bereich wird in einem normalen Termin besprochen, es ist kein Notfall. Zeitnah sollten Sie sich melden, wenn der Wert bei 6,5 % oder höher liegt oder Sie Beschwerden haben:
Erstellt auf Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen folgender Organisationen:
Sie müssen die Zahlen nicht selbst deuten: Fotografieren Sie den Befund, und die App erklärt „HbA1c 6 %“ und alle weiteren Werte in einfacher Sprache — was normal ist und worauf Sie achten sollten.
App StoreGoogle PlayWeb-VersionNein. Diabetes beginnt ab 6,5 % (48 mmol/mol). 6,0 % liegt im Bereich des erhöhten Diabetesrisikos, auch Prädiabetes genannt.
6,1 % entsprechen 43 mmol/mol und liegen im Prädiabetes-Bereich von 5,7 bis 6,4 %. Ein Diabetes liegt nicht vor, das Risiko dafür ist aber erhöht.
5,9 % (41 mmol/mol) sind leicht erhöht und zählen zum Prädiabetes. Mit Bewegung, Gewichtsabnahme bei Übergewicht und ausgewogener Ernährung kann der Wert oft wieder sinken.
Prozent = mmol/mol ÷ 10,93 + 2,15. 42 mmol/mol entsprechen also etwa 6,0 %, 48 mmol/mol 6,5 %.
Ja, häufig. Gerade im Prädiabetes-Stadium wirken Lebensstiländerungen gut. Ob und wie stark der Wert sinkt, zeigt die nächste Kontrolle.
Nein. Das HbA1c spiegelt den Durchschnitt mehrerer Wochen und wird von der letzten Mahlzeit praktisch nicht beeinflusst.
Dieser Text dient der allgemeinen Information, ist kein ärztlicher Befund und ersetzt keine ärztliche Beratung. Referenzwerte hängen vom Labor und der Methode ab — maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem eigenen Befund. Die abschließende Beurteilung trifft die Ärztin oder der Arzt.