Ein Gesamtcholesterin von 240 mg/dl (6,2 mmol/l) gilt als erhöht; wünschenswert sind unter 200 mg/dl (5,2 mmol/l). Ob es gefährlich ist, sagt der Gesamtwert allein aber nicht. Entscheidend sind das LDL-Cholesterin, das HDL-Cholesterin und Ihr persönliches Herz-Kreislauf-Risiko durch Alter, Blutdruck, Rauchen, Diabetes und Familie.
| Kategorie | Referenzbereich |
|---|---|
| Wünschenswert | unter 200 mg/dl (unter 5,2 mmol/l) |
| Grenzwertig | 200–239 mg/dl (5,2–6,1 mmol/l) |
| Erhöht | ab 240 mg/dl (ab 6,2 mmol/l) |
| HDL niedrig | Männer unter 40, Frauen unter 50 mg/dl |
Umrechnung: mg/dl × 0,0259 = mmol/l; mmol/l × 38,7 = mg/dl. Den Zielwert für das LDL legt die Ärztin oder der Arzt nach Ihrem Risiko fest. Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode: Maßgeblich ist der Referenzbereich auf Ihrem Befund.
Gesamtcholesterin ist die Summe aus LDL („schlechtes“ Cholesterin, das sich in Gefäßwänden ablagern kann), HDL („gutes“, das Cholesterin abtransportiert) und einem Anteil in triglyceridreichen Teilchen. Zwei Menschen mit 240 mg/dl können deshalb sehr unterschiedliche Profile haben.
Ein Beispiel: Eine 52-jährige Nichtraucherin mit HDL 90 mg/dl und LDL 130 mg/dl hat ein anderes Risiko als ein 58-jähriger Raucher mit HDL 38 mg/dl und LDL 175 mg/dl – bei gleichem Gesamtwert. Ärztinnen und Ärzte entscheiden deshalb nie nach dem Gesamtcholesterin allein.
Viele kennen noch die Regel, das Cholesterin dürfe „200 plus Lebensalter“ betragen, also bei 60 Jahren 260 mg/dl. Diese Faustregel wird in den aktuellen Leitlinien nicht mehr verwendet. Das Alter erhöht zwar das Herz-Kreislauf-Risiko, aber gerade deshalb ist ein höheres Cholesterin im Alter nicht harmloser.
Heute wird das Gesamtrisiko berechnet, in Europa etwa mit SCORE2, in deutschen Hausarztpraxen auch mit dem Beratungsprogramm arriba. Daraus ergibt sich ein persönliches Ziel für das LDL-Cholesterin.
Frauen haben vor den Wechseljahren durch Östrogene meist ein höheres HDL, das den Gesamtwert anhebt, ohne das Risiko zu erhöhen. Nach den Wechseljahren steigt das LDL oft spürbar an – ein Anstieg zwischen zwei Messungen ist dann typisch, auch ohne Änderung der Ernährung.
Bei Männern beginnt das Herz-Kreislauf-Risiko früher, und das HDL ist meist niedriger. Bei gleichem Gesamtwert steckt deshalb oft mehr LDL darin. Für beide gilt: Einmal im Leben sollte nach europäischen Empfehlungen auch das Lipoprotein(a) bestimmt werden, ein erblicher Risikofaktor, den Ernährung nicht beeinflusst.
Ein Gesamtcholesterin ab 240 mg/dl besprechen Sie bei einem regulären Termin in der Hausarztpraxis; es ist kein Notfall. Früher sollten Sie sich melden bei LDL ab 190 mg/dl, Herzinfarkt oder Schlaganfall bei nahen Verwandten vor 55 (Männer) oder 65 Jahren (Frauen), Diabetes oder Nierenerkrankung.
Cholesterin selbst verursacht keine Beschwerden. Sofort 112 rufen sollten Sie bei Anzeichen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls: Druck oder Schmerz in der Brust, plötzliche Atemnot, Lähmung oder Taubheit einer Körperseite, hängender Mundwinkel oder plötzliche Sprachstörung.
Erstellt auf Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen folgender Organisationen:
Sie müssen die Zahlen nicht selbst deuten: Fotografieren Sie den Befund, und die App erklärt „Cholesterin 240“ und alle weiteren Werte in einfacher Sprache — was normal ist und worauf Sie achten sollten.
App StoreGoogle PlayWeb-VersionDer Wert ist erhöht, sagt aber allein nicht, wie hoch Ihr Risiko ist. Entscheidend sind LDL, HDL und weitere Risikofaktoren wie Blutdruck, Rauchen, Diabetes und Alter.
Nein, sie gilt als überholt. Heute wird das persönliche Herz-Kreislauf-Risiko berechnet und daraus ein Zielwert für das LDL-Cholesterin abgeleitet.
Bei Frauen kann ein hohes HDL einen Teil des Gesamtwerts erklären. Wichtig ist, wie hoch das LDL ist und wie das Gesamtrisiko aussieht – besonders nach den Wechseljahren.
Multiplizieren Sie mit 38,7. 6,2 mmol/l entsprechen etwa 240 mg/dl, 5,2 mmol/l etwa 200 mg/dl.
200 mg/dl (5,2 mmol/l) ist die Grenze zum grenzwertigen Bereich. Für sich genommen ist das kein Grund zur Sorge; aussagekräftiger sind LDL, HDL und Ihre übrigen Risikofaktoren.
Den Befund mit LDL, HDL und Triglyceriden in der Hausarztpraxis besprechen und das Gesamtrisiko bestimmen lassen. Ernährung, Bewegung und Rauchstopp helfen in jedem Fall; ob mehr nötig ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
Dieser Text dient der allgemeinen Information, ist kein ärztlicher Befund und ersetzt keine ärztliche Beratung. Referenzwerte hängen vom Labor und der Methode ab — maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem eigenen Befund. Die abschließende Beurteilung trifft die Ärztin oder der Arzt.