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Laborwerte in der ePA finden – Schritt für Schritt

Seit dem 1. Oktober 2025 müssen Praxen Laborbefunde aus der aktuellen Behandlung in die elektronische Patientenakte (ePA) einstellen, sofern Sie nicht widersprochen haben. Eingestellt wird der Befund von der Praxis, die die Untersuchung beauftragt hat, nicht vom Labor selbst. Sie sehen ihn als Dokument (PDF) in der ePA-App Ihrer Krankenkasse – bei der TK in TK-Safe, bei der AOK in „AOK Mein Leben“, bei der Barmer in der Barmer eCare.

Aktualisiert: 2026-11-04

Was in der ePA steht – und was (noch) nicht

Die ePA für alle gibt es seit 2025 für alle gesetzlich Versicherten, die nicht widersprochen haben; seit dem 1. Oktober 2025 sind Praxen und Kliniken verpflichtet, sie zu nutzen. Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gehören Laborbefunde zu den Pflichtinhalten – aber nur, wenn die Praxis die Daten in der aktuellen Behandlung selbst erhoben hat, sie elektronisch vorliegen und Sie nicht widersprochen haben. Bei Labordaten stellt der Arzt ein, der die Untersuchung beauftragt hat: Lässt Ihre Hausärztin Blut im Labor untersuchen, lädt sie den Befund hoch, den sie vom Labor erhält.

Praxen können derzeit nur Dateien im Format PDF/A einstellen. Der Laborbefund liegt in der ePA also als Dokument vor, nicht als einzelne Werte, die die App selbst auswertet. Strukturierte Laborwerte führt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) als spätere Ausbaustufe der ePA.

Wichtig: Dokumente landen nicht automatisch in der ePA. Ältere Befunde muss die Praxis nicht nachtragen, und Sie können einzelnen Dokumenten widersprechen.

Schritt für Schritt: ePA-App einrichten

Die ePA nutzen Sie über die App Ihrer Krankenkasse. Für die erste Anmeldung brauchen Sie laut BMG den Personalausweis mit Online-Funktion und PIN oder die elektronische Gesundheitskarte (eGK) mit PIN. TK und Barmer verlangen derzeit ein Smartphone mit Android 14 oder iOS 18 oder neuer. Die Menünamen stammen aus den Hilfeseiten der Kassen und können sich mit Updates ändern.

Wo der Laborbefund in der App liegt

Keine der drei Kassen nennt in ihrer Hilfe einen eigenen Menüpunkt „Labor“. Laborbefunde stehen zwischen den übrigen Dokumenten Ihrer Akte, die Ihre Praxen eingestellt haben.

Den Befund als PDF speichern

Die TK schreibt, dass Sie vorhandene Unterlagen in TK-Safe einsehen, herunterladen und wieder löschen können. In „AOK Mein Leben“ lässt sich jedes Dokument aus der Detail-Ansicht auf Ihr Gerät oder in einen externen Speicher exportieren. Für die Barmer eCare beschreiben die Hilfeseiten, die wir geprüft haben, das Herunterladen nicht Schritt für Schritt; fragen Sie im Zweifel die Barmer.

Die AOK warnt davor, Gesundheitsdaten in unsicheren Diensten wie sozialen Netzwerken oder ungeschützten Cloud-Speichern abzulegen. Geben Sie der Datei das Datum der Blutabnahme im Namen (zum Beispiel „labor-2026-10-14.pdf“), dann finden Sie jeden Befund schnell wieder.

Wenn der Laborbefund fehlt

So lesen Sie den Befund

Ein Laborbefund ist eine Tabelle: In jeder Zeile stehen der Parameter, Ihr Ergebnis, die Einheit und der Referenzbereich des Labors. Ein Sternchen, ein „H“ oder ein „L“ zeigt nur, dass der Wert außerhalb dieses Bereichs liegt – nicht, wie wichtig das ist.

Wenn Sie zum ersten Mal einen Befund vor sich haben, beginnen Sie mit Blutbild lesen. Für die Kürzel wie MCV, GPT oder γ-GT hilft die Übersicht der Blutbild-Abkürzungen. Die Bewertung des Ergebnisses übernimmt die Ärztin oder der Arzt, der die Untersuchung veranlasst hat.

Ihren Verlauf aufbewahren

Jeder Befund ist ein einzelnes PDF, und über die Jahre kommen viele zusammen. Wenn Sie sie an einem Ort haben möchten, können Sie diese PDFs in Ponyatno hochladen: Die App erklärt jeden Wert in einfachen Worten und zeigt, wie sich ein Wert über Ihre Befunde hinweg verändert hat. Sie ersetzt nicht die Beurteilung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Quellen

Ponyatno ist nicht offiziell und nicht mit der Techniker Krankenkasse, der AOK, der Barmer, der gematik, der KBV oder dem Bundesgesundheitsministerium verbunden. Diese Anleitung fasst öffentliche offizielle Informationen zusammen; maßgeblich ist immer, was Ihre Krankenkasse angibt.

Laden Sie Ihren Befund hoch — Ponyatno erklärt jeden Wert

Sie müssen die Zahlen nicht selbst deuten: Fotografieren Sie den Befund, und die App erklärt „Ihren Wert“ und alle weiteren Werte in einfacher Sprache — was normal ist und worauf Sie achten sollten.

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Häufige Fragen

Wo finde ich meine Laborwerte in der ePA?

In der ePA-App Ihrer Krankenkasse, zwischen den Dokumenten, die Ihre Praxen eingestellt haben: bei der TK in TK-Safe, bei der AOK in „AOK Mein Leben“, bei der Barmer in der eCare unter „Akte“. Einen eigenen Bereich „Labor“ gibt es nicht; der Befund liegt als PDF-Dokument vor.

Stellt das Labor den Befund selbst in die ePA?

Nein. Laut KBV stellt Labordaten der Arzt ein, der die Untersuchung beauftragt hat. Ihre Praxis lädt also den Befund hoch, den sie vom Labor bekommt.

Kann ich den Laborbefund aus der ePA als PDF speichern?

Ja. Die TK nennt das Herunterladen von Unterlagen in TK-Safe ausdrücklich, in „AOK Mein Leben“ exportieren Sie ein Dokument aus der Detail-Ansicht. Speichern Sie die Datei nicht in unsicheren Diensten.

Warum fehlt mein Laborbefund in der ePA?

Dokumente werden nicht automatisch eingestellt. Ältere Befunde muss die Praxis nicht nachtragen, manche Praxen sind noch nicht angebunden, und Sie können einzelnen Dokumenten widersprochen haben. Fragen Sie die Praxis, die die Blutabnahme veranlasst hat, oder laden Sie eine Kopie selbst hoch.

Dieser Text dient der allgemeinen Information, ist kein ärztlicher Befund und ersetzt keine ärztliche Beratung. Referenzwerte hängen vom Labor und der Methode ab — maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem eigenen Befund. Die abschließende Beurteilung trifft die Ärztin oder der Arzt.