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Eisenmangel? Selbsttest zu Symptomen und Risiken

Ständig müde, blass, brüchige Nägel: Das passt zu Eisenmangel, aber auch zu vielen anderen Ursachen. Mit 12 Fragen sortierst du, was du bemerkst, und erfährst, welche Blutwerte du ärztlich abklären lassen kannst.

Kreuze „Ja“ an, wenn etwas in den letzten Monaten häufig auf dich zutrifft.

1. Ich bin fast jeden Tag müde oder erschöpft, manchmal mit Kopfschmerzen oder Schwindel

2. Ich bin blasser als sonst, oder andere sagen mir das

3. Schon bei leichter Anstrengung, etwa beim Treppensteigen, komme ich außer Atem oder spüre Herzklopfen

4. Ich habe oft kalte Hände und Füße

5. Meine Nägel brechen leicht, oder ich verliere mehr Haare als sonst

6. Ich habe Lust, Eis zu kauen oder Dinge zu essen, die keine Lebensmittel sind (Erde, Papier, Kreide)

7. Abends oder nachts sind meine Beine unruhig, und ich muss sie bewegen

8. Meine Regelblutung ist stark, lang oder sehr häufig

9. Ich bin schwanger oder habe im letzten Jahr ein Kind bekommen oder gestillt

10. Ich ernähre mich vegetarisch oder vegan, ohne gezielt auf Eisenquellen zu achten

11. Ich spende regelmäßig Blut (mehrmals im Jahr)

12. Ich habe Zöliakie, Morbus Crohn oder eine andere Darmerkrankung, eine Magen-OP hinter mir oder nehme oft Ibuprofen oder ASS

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Dein Ergebnis

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Das Ergebnis dient nur zur Orientierung und ist keine Diagnose. Nur Fachleute können deine Situation beurteilen. Wenn dich die Beschwerden beunruhigen oder schon Wochen anhalten, sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt oder mit einer Psychotherapeutin bzw. einem Psychotherapeuten.

Über diesen Test

Dieser Test ist kein validierter Fragebogen und keine Diagnose, sondern eine Liste von Symptomen und Risikofaktoren, wie sie Quellen wie gesund.bund.de, MedlinePlus oder der britische NHS beschreiben. Er hilft dir, deine Beobachtungen vor dem Arztgespräch zu ordnen.

Eisen braucht der Körper für Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, der Sauerstoff transportiert. Leeren sich die Speicher (niedriges Ferritin), merkt man anfangs oft nichts. Hält der Mangel an, entsteht eine Eisenmangelanämie mit Müdigkeit, Blässe oder Kurzatmigkeit.

Die häufigste Ursache einer Blutarmut ist Eisenmangel. Dahinter stecken meist Blutverluste (starke Regel, Blutungen im Magen-Darm-Trakt), ein höherer Bedarf (Schwangerschaft), zu wenig Eisen in der Ernährung oder eine schlechte Aufnahme, etwa bei Zöliakie. Deshalb wird nicht nur der Mangel bestätigt, sondern auch seine Ursache gesucht.

So wird der Punktwert eingeordnet

0–2Wenige Anzeichen
3–5Einige Anzeichen
6–12Viele Anzeichen

Wann du dir Hilfe holen solltest

Geh in die Hausarztpraxis, wenn die Beschwerden über Wochen anhalten oder dich einschränken. Ruf die 112, wenn du in Ruhe Atemnot oder Brustschmerzen hast oder ohnmächtig wirst. Lass schwarzen, teerartigen Stuhl oder Blut im Stuhl oder im Erbrochenen umgehend ärztlich abklären.

Nimm keine Eisenpräparate ohne Bluttest. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät, Eisentabletten nur nach ärztlicher Diagnose und Anweisung einzunehmen, denn hoch dosiert über längere Zeit können sie zu einer Eisenüberversorgung führen. Für Kinder ist eine Überdosis gefährlich: Bewahre Eisentabletten außer Reichweite auf.

Häufige Fragen

Welche Eisenmangel-Symptome haben Frauen?

Dieselben wie alle anderen: Müdigkeit, Blässe, Kurzatmigkeit, brüchige Nägel. Anders ist das Risiko. Eine starke Regelblutung und die Schwangerschaft gehören zu den häufigsten Ursachen.

Kann Eisenmangel auf die Psyche schlagen?

Eisenmangel kann Erschöpfung, Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme machen, die sich wie ein Stimmungstief anfühlen. Hält Niedergeschlagenheit über Wochen an, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt: Es kann auch andere Gründe geben.

Ist Eisenmangel dasselbe wie Blutarmut?

Nicht ganz. Zuerst leeren sich die Eisenspeicher (das Ferritin sinkt). Erst wenn der Mangel anhält, fällt auch das Hämoglobin, und es entsteht eine Eisenmangelanämie. Man kann also zu wenig Eisen haben, obwohl das Hämoglobin noch normal ist.

Eisenmangel: Was tun?

Zuerst Klarheit schaffen. Ein Bluttest zeigt, ob wirklich Eisen fehlt, und in der Praxis wird nach der Ursache gesucht, etwa einer starken Regel oder einer Blutung im Magen-Darm-Trakt. Eisenpräparate nur nach ärztlicher Rücksprache.

Ersetzt der Selbsttest einen Bluttest?

Nein. Ob genug Eisen da ist, lässt sich nur mit einer Blutuntersuchung feststellen. Der Test zeigt dir nur, ob es sich lohnt, das ärztlich abklären zu lassen.

Quellen

Geprüft am 30.10.2026

  1. „Die häufigste Ursache einer Anämie ist Eisenmangel.“; „Frauen mit einer starken Regelblutung haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko“; Zöliakie; „Kurzatmigkeit bei Anstrengung“; „Brustschmerzen, Herzrasen“ — https://gesund.bund.de/blutarmut-anaemie
  2. „Wichtig ist, vor einer Einnahme Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt zu halten.“ — https://gesund.bund.de/blutarmut-anaemie
  3. Eisentabletten „nur nach ärztlicher Diagnose und Anweisung“; langfristig hochdosiert „chronischen Eisenüberversorgung“; Versorgung „sollte durch eine Blutuntersuchung ermittelt werden“; Risikogruppe Vegetarier — https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/fragen-und-antworten-zu-eisen-in-lebensmitteln/
  4. „Cold hands and feet“ — https://www.nhlbi.nih.gov/health/anemia/iron-deficiency-anemia
  5. „Donating blood removes iron from your body“ — https://www.redcrossblood.org/donate-blood/blood-donation-process/before-during-after/iron-blood-donation.html

Welche Blutwerte zählen

Weitere Tests