So wird gerechnet
Nach der letzten Periode – Naegele-Regel: ET = erster Tag der letzten Periode + 280 Tage (40 Wochen). Sie geht von einem 28-Tage-Zyklus aus. Ist Ihr Zyklus länger oder kürzer, verschiebt sich der Eisprung, und der Rechner verschiebt den Termin um dieselbe Differenz: ET = letzte Periode + 280 + (Zykluslänge − 28).
Nach Empfängnis: ET = Empfängnisdatum + 266 Tage (38 Wochen). Nach Ultraschall: Die im Befund angegebene SSW wird vom Untersuchungstag zurückgerechnet – ET = Ultraschalldatum + (280 − Schwangerschaftsalter in Tagen). Nach IVF: Transfer eines Tag-3-Embryos + 263 Tage, einer Tag-5-Blastozyste + 261 Tage, wie von der ACOG empfohlen.
Die Schwangerschaftswoche wird ab der letzten Periode gezählt (bei den anderen Methoden ab einem errechneten Datum 14 Tage vor der Empfängnis) bis heute, in vollendeten Wochen und Tagen (z. B. 12+3). Trimester: erstes bis SSW 13+6, zweites SSW 14 bis 27+6, drittes ab SSW 28.
Gut zu wissen
Welche Methode am genauesten ist
Nach dem American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) ist ein Ultraschall im ersten Trimester (bis SSW 13+6) mit Messung der Scheitel-Steiß-Länge (SSL) die genaueste Methode. Weichen die Termine nach Periode und frühem Ultraschall deutlich voneinander ab, richtet sich die Ärztin oder der Arzt meist nach dem Ultraschall und ändert den Termin danach nicht mehr. Spätere Ultraschalluntersuchungen sind für die Terminbestimmung weniger verlässlich, weil Kinder unterschiedlich schnell wachsen.
Bei IVF ist das Transferdatum genau bekannt – die Berechnung danach ist daher am zuverlässigsten.
Warum der ET kein genaues Datum ist
Die Rechnung nach der Periode setzt voraus, dass der Eisprung am „erwarteten“ Tag war – er kann sich aber um mehrere Tage verschieben. Nicht jede Frau weiß das Datum der letzten Periode genau, und bei unregelmäßigem Zyklus, nach dem Absetzen hormoneller Verhütung oder in der Stillzeit sagt es wenig über die tatsächliche SSW aus.
Selbst bei genauer Datierung kommen nur etwa 4–5 % der Kinder am errechneten Termin zur Welt. Eine Geburt einige Wochen davor oder danach gilt als termingerecht – das ist normal.
Warum die SSW „weiter“ ist als seit der Empfängnis
Die Schwangerschaftswoche wird ab dem ersten Tag der letzten Periode gezählt, die Empfängnis findet meist etwa zwei Wochen später statt. In der „5. SSW“ ist der Embryo also etwa drei Wochen alt. Ärztinnen, Hebammen, Ultraschallbefunde und der Mutterpass zählen alle so.
Dieser Rechner ist eine Orientierungshilfe, keine Diagnose. Referenzbereiche unterscheiden sich zwischen Laboren, und das Ergebnis hängt von Ihrer Gesundheit, Medikamenten und weiteren Werten ab. Besprechen Sie es mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Häufige Fragen
Wie berechne ich den Geburtstermin nach der letzten Periode?
Zählen Sie 280 Tage (40 Wochen) zum ersten Tag der letzten Periode hinzu – das ist die Naegele-Regel. Schnell im Kopf: 3 Monate abziehen und 7 Tage hinzuzählen. Ist Ihr Zyklus nicht 28 Tage lang, verschiebt sich der Termin um die Differenz – der Rechner berücksichtigt das.
Was ist genauer: Termin nach Periode oder nach Ultraschall?
Der frühe Ultraschall im ersten Trimester. Weichen beide deutlich ab, richtet man sich in der Praxis meist nach dem Ultraschall.
Wie viele Babys kommen genau am ET?
Etwa 4–5 %. Die meisten werden innerhalb von rund zwei Wochen davor oder danach geboren – das ist ganz üblich.
In welchem Trimester bin ich?
Erstes Trimester bis SSW 13+6, zweites von SSW 14 bis 27+6, drittes ab SSW 28 bis zur Geburt. Der Rechner zeigt das Trimester neben der SSW an.
Wie wird der Geburtstermin nach IVF berechnet?
Ab dem Transferdatum: bei einem Tag-3-Embryo ET = Transferdatum + 263 Tage, bei einem Tag-5-Embryo + 261 Tage. Die SSW wird trotzdem wie bei jeder Schwangerschaft gezählt, also wie ab einer letzten Periode.
Quellen
Formeln und Grenzwerte nach klinischen Leitlinien – Quellen unten.
- ACOG Committee Opinion No. 700: Methods for Estimating the Due Date. Obstet Gynecol. 2017;129(5):e150–e154.
- Naegele-Regel: Geburtstermin = erster Tag der letzten Periode + 280 Tage (bei 28-Tage-Zyklus).