Gemessen wird das 25-Hydroxy-Vitamin D (25-OH-D). Nach den Empfehlungen in Deutschland liegt ein Mangel unter 12 ng/ml (30 nmol/l) vor, 12–20 ng/ml (30–50 nmol/l) gilt als nicht optimale Versorgung, ab 20 ng/ml (50 nmol/l) als ausreichend. Viele Labore drucken höhere Zielwerte (30 ng/ml und mehr) – daher die vielen Sternchen.
| Kategorie | Referenzbereich |
|---|---|
| Mangel | unter 12 ng/ml (unter 30 nmol/l) |
| Nicht optimal | 12–20 ng/ml (30–50 nmol/l) |
| Ausreichend (DGE, RKI) | ab 20 ng/ml (ab 50 nmol/l) |
| Laborziel mancher Befunde | 30–100 ng/ml (75–250 nmol/l) |
| Möglicherweise zu hoch | über 100 ng/ml (über 250 nmol/l) |
Umrechnung: ng/ml × 2,5 = nmol/l; nmol/l : 2,5 = ng/ml. Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode: Maßgeblich ist der Referenzbereich auf Ihrem Befund.
Deutsche Labore geben das 25-OH-Vitamin D entweder in ng/ml oder in nmol/l an, in Österreich und der Schweiz überwiegt nmol/l. Der Unterschied ist genau der Faktor 2,5: 20 ng/ml sind 50 nmol/l, 30 ng/ml sind 75 nmol/l. Ein Befund mit „Vitamin D 45“ kann also eine gute Versorgung in nmol/l oder ein hoher Wert in ng/ml sein – die Einheit entscheidet.
Es gibt zwei Schulen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, das Robert Koch-Institut und europäische Fachgremien halten 20 ng/ml (50 nmol/l) für ausreichend für die Knochengesundheit. Einige internationale Fachgesellschaften und viele Labore setzen den Zielbereich bei 30 ng/ml (75 nmol/l) an.
Deshalb kann ein Wert von 25 ng/ml auf dem Befund als „zu niedrig“ markiert sein, obwohl er nach deutscher Lesart als ausreichend gilt. Wie Ihr Wert zu bewerten ist, hängt auch von Ihrer Situation ab, etwa Osteoporose, Nierenerkrankung oder Schwangerschaft – das bespricht die Praxis mit Ihnen.
Der Körper bildet Vitamin D vor allem in der Haut unter UVB-Licht. In Deutschland reicht die Sonne dafür nur etwa von April bis September. Die Werte sind deshalb im Spätsommer am höchsten und im Februar und März am niedrigsten. Ein Wert von 18 ng/ml im März ist etwas anderes als im September.
Laut Robert Koch-Institut erreicht über die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland übers Jahr gesehen keine 50 nmol/l, und etwa ein Drittel liegt unter 30 nmol/l. Ein niedriger Wert ist also häufig – und meist ohne Beschwerden.
Ein leichter Mangel macht meist keine Beschwerden. Müdigkeit, Infektanfälligkeit oder Stimmungstiefs werden oft damit in Verbindung gebracht, lassen sich aber selten eindeutig darauf zurückführen. Ein ausgeprägter, langer Mangel kann zu Knochenschmerzen, Muskelschwäche und weichen Knochen (Osteomalazie, bei Kindern Rachitis) führen und das Osteoporose-Risiko erhöhen.
Ob und wie ein Mangel ausgeglichen wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Wichtig: Hochdosierte Präparate auf eigene Faust können zu einer Überdosierung mit zu viel Calcium im Blut führen. Den Vitamin-D-Test bezahlt die gesetzliche Kasse nur bei medizinischem Anlass, sonst ist er eine Selbstzahlerleistung.
Einen niedrigen Wert besprechen Sie in der Hausarztpraxis. Zeitnah ärztlichen Rat brauchen Sie bei:
Erstellt auf Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen folgender Organisationen:
Sie müssen die Zahlen nicht selbst deuten: Fotografieren Sie den Befund, und die App erklärt „Vitamin-D-Mangel: Werte“ und alle weiteren Werte in einfacher Sprache — was normal ist und worauf Sie achten sollten.
App StoreGoogle PlayWeb-VersionNach deutschen Empfehlungen unter 12 ng/ml, das sind 30 nmol/l. Werte zwischen 12 und 20 ng/ml gelten als nicht optimale Versorgung.
Nach DGE und RKI gilt 20 ng/ml (50 nmol/l) als ausreichend. Manche Labore markieren ihn trotzdem, weil sie 30 ng/ml als Ziel ansetzen. Wie Ihr Wert zu bewerten ist, bespricht die Praxis mit Ihnen.
Multiplizieren Sie den Wert in ng/ml mit 2,5. Aus 16 ng/ml werden 40 nmol/l, aus 30 ng/ml werden 75 nmol/l.
Im Spätwinter, also etwa Februar und März. Im Spätsommer ist er am höchsten. Für den Vergleich zweier Werte ist die Jahreszeit deshalb wichtig.
Ja, vor allem durch hochdosierte Präparate. Werte über 100 ng/ml gelten als möglicherweise zu hoch, über 150 ng/ml steigt das Risiko für zu viel Calcium im Blut.
Dieser Text dient der allgemeinen Information, ist kein ärztlicher Befund und ersetzt keine ärztliche Beratung. Referenzwerte hängen vom Labor und der Methode ab — maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem eigenen Befund. Die abschließende Beurteilung trifft die Ärztin oder der Arzt.