Die klinische Chemie des Blutes zeigt, wie die inneren Organe arbeiten und wie der Stoffwechsel läuft. Es sind viele Werte, aber sie lassen sich in überschaubare Gruppen einteilen. Die wichtigsten erklären wir hier einfach.
| Kategorie | Referenzbereich |
|---|---|
| Glukose (nüchtern) | 3,9–5,5 mmol/L |
| Gesamtcholesterin | unter 5,2 mmol/L |
| ALT / AST | etwa bis 40 U/L |
| Bilirubin gesamt | 3,4–20,5 µmol/L |
| Kreatinin (Frauen / Männer) | 53–97 / 62–115 µmol/L |
| Harnstoff | 2,5–7,5 mmol/L |
Die Bereiche sind Richtwerte und hängen vom Labor und vom Messverfahren ab. Vergleichen Sie Ihre Werte immer mit den Referenzwerten auf Ihrem eigenen Befund.
Während das große Blutbild die Blutzellen betrachtet, misst die klinische Chemie die im Blut gelösten Stoffe: Zucker, Fette, Enzyme, Stoffwechselprodukte. Daran erkennt die Ärztin oder der Arzt, wie Leber, Nieren, Stoffwechsel und andere Systeme arbeiten.
Welche Werte bestimmt werden, ist unterschiedlich – die Ärztin oder der Arzt wählt sie passend zur Situation aus. Hier die häufigsten Gruppen.
Glukose ist der Blutzucker und die wichtigste Energiequelle. Ein erhöhter Nüchternwert kann auf einen Prädiabetes oder Diabetes hindeuten, doch ein einzelner Wert ist noch keine Diagnose.
Cholesterin und Blutfette (LDL – das „schlechte“, HDL – das „gute“, dazu die Triglyzeride) zeigen das Risiko für die Gefäße. Entscheidend ist nicht nur das Gesamtcholesterin, sondern auch das Verhältnis der einzelnen Fraktionen zueinander.
ALT und AST sind Enzyme, die ins Blut gelangen, wenn Leberzellen geschädigt werden (bei AST außerdem Herz- und Muskelzellen). Erhöhte Werte sind ein Anlass, die Leber genauer anzusehen.
Bilirubin ist ein Farbstoff, den die Leber abbaut; steigt er an, kann sich das als Gelbfärbung zeigen. Die Ursachen sind vielfältig und werden ärztlich beurteilt.
Kreatinin und Harnstoff sind Stoffwechselprodukte, die über die Nieren ausgeschieden werden. Erhöhte Werte können auf eine nachlassende Nierenfunktion hindeuten, hängen aber auch von Ernährung, Muskelmasse und Flüssigkeitsmangel ab.
Genauer bildet die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) die Nierenfunktion ab; sie wird aus dem Kreatinin berechnet.
Die klinische Chemie liest man in Gruppen und im Zusammenhang: Ein einzelner Wert sagt für sich genommen selten etwas aus. Viele Werte hängen von der Vorbereitung ab – Blut wird in der Regel strikt nüchtern abgenommen.
Abweichungen sind ein Anlass, mit der Ärztin oder dem Arzt zu sprechen und bei Bedarf weiter abzuklären – nicht, sofort eine Diagnose zu stellen. Die abschließende Beurteilung trifft immer eine Fachperson.
Sie müssen die Zahlen nicht selbst deuten: Fotografieren Sie den Befund, und die App erklärt „Klinische Chemie des Blutes“ und alle weiteren Werte in einfacher Sprache — was normal ist und worauf Sie achten sollten.
App installierenIn Telegram öffnenWie die inneren Organe arbeiten und wie der Stoffwechsel läuft: Zucker- und Fettwerte, Leberenzyme (ALT, AST), Bilirubin, Nierenwerte (Kreatinin, Harnstoff) und weitere. Welche Werte dabei sind, hängt davon ab, was die Ärztin oder der Arzt angefordert hat.
Ja, in der Regel strikt nüchtern (8–12 Stunden ohne Essen, Wasser trinken ist erlaubt). Essen verfälscht das Ergebnis, besonders bei Glukose und Blutfetten. Fragen Sie im Labor nach den genauen Vorgaben.
Nicht in Panik geraten und keine Diagnose an einer einzelnen Zahl festmachen. Die Werte werden im Zusammenhang beurteilt; bei Abweichungen kann die Ärztin oder der Arzt eine Kontrolle oder eine ergänzende Untersuchung anordnen.
Dieser Text dient der allgemeinen Information, ist kein ärztlicher Befund und ersetzt keine ärztliche Beratung. Referenzwerte hängen vom Labor und der Methode ab — maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem eigenen Befund. Die abschließende Beurteilung trifft die Ärztin oder der Arzt. Diese Seite ist die Übersetzung des russischen Originals. Die medizinische Prüfung bezieht sich auf den Originaltext.