Hämoglobin ist ein Eiweiß in den roten Blutkörperchen, das den Sauerstoff durch den ganzen Körper transportiert. Am Hb-Wert lässt sich ablesen, ob die Organe genug Sauerstoff bekommen und ob eine Anämie vorliegt. Hier die einfache Erklärung.
| Kategorie | Referenzbereich |
|---|---|
| Frauen | 120–150 g/l |
| Männer | 130–170 g/l |
| Kinder | altersabhängig g/l |
Die Bereiche hängen vom Labor, vom Alter und – bei Frauen – von einer Schwangerschaft ab. Vergleichen Sie Ihren Wert mit dem Referenzbereich auf Ihrem Befund.
Hämoglobin ist so etwas wie der „Lastwagen für Sauerstoff“. Es steckt in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten), nimmt den Sauerstoff in der Lunge auf und bringt ihn zu allen Organen. Deshalb hängt vom Hämoglobin unmittelbar ab, wie fit Sie sich fühlen.
Ein niedriges Hämoglobin nennt man Anämie. Die Organe bekommen zu wenig Sauerstoff – daher die Müdigkeit und die Schwäche. Die häufigste Ursache ist Eisenmangel, es gibt aber auch andere (Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure, Blutverluste, chronische Erkrankungen).
Ein hohes Hämoglobin kann an einem Flüssigkeitsmangel liegen (das Blut „dickt ein“), am Rauchen, am Leben in großer Höhe, manchmal aber auch an Erkrankungen des Blutes oder der Lunge.
Ein einzelner leicht erhöhter Wert ist oft harmlos, ein dauerhaft hohes Hämoglobin sollten Sie jedoch ärztlich abklären lassen.
Vergleichen Sie Ihren Wert mit dem Bereich für Ihr Geschlecht und mit dem Referenzbereich auf dem Befund. Hämoglobin wird fast immer zusammen mit den Erythrozyten, dem Hämatokrit und den Indizes (MCV, MCH) beurteilt – sie helfen dabei, die Art der Anämie zu erkennen.
Sie müssen die Zahlen nicht selbst deuten: Fotografieren Sie den Befund, und die App erklärt „Hämoglobin“ und alle weiteren Werte in einfacher Sprache — was normal ist und worauf Sie achten sollten.
App installierenIn Telegram öffnenAls grober Anhaltspunkt gilt eine Anämie ab einem Hämoglobin unter 120 g/l bei Frauen und unter 130 g/l bei Männern. Endgültig beurteilt das aber die Ärztin oder der Arzt – unter Berücksichtigung Ihres Befindens und der übrigen Werte.
Nein. Eisenmangel ist die häufigste, aber nicht die einzige Ursache. Auch ein Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure, Blutverluste und chronische Erkrankungen kommen infrage. Die Ursache klärt die Ärztin oder der Arzt.
Das hängt von der Ursache ab: bei Eisenmangel Eisen unter ärztlicher Kontrolle, bei einem Vitaminmangel der Ausgleich dieser Vitamine. Zuerst muss die Ursache klar sein – einfach „Eisen nehmen“ reicht nicht.
Dieser Text dient der allgemeinen Information, ist kein ärztlicher Befund und ersetzt keine ärztliche Beratung. Referenzwerte hängen vom Labor und der Methode ab — maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem eigenen Befund. Die abschließende Beurteilung trifft die Ärztin oder der Arzt. Diese Seite ist die Übersetzung des russischen Originals. Die medizinische Prüfung bezieht sich auf den Originaltext.